Hobby-Sammler-Club

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Gelungene Auffahrtsreise des Hobby-Sammler-Clubs nach Dresden

 

Bereits am Mittwoch, 30. April liessen sich 27 gut aufgelegte Hobby-Sammler per Car nach Dresden chauffieren. Am Vormittag des 1. Mai vermittelte uns eine sehr gute Stadtführung einnen ersten Eindruck von dieser interessanten Stadt. Auf dieser Tour besuchten wir den schönsten Milchladen der Welt (siehe Eintrag im Guinness Buch der Rekorde) der 1880 von den Gebrüdern Pfund gegründet wurde. Dieses Geschäft ist ein einmaliges Kunstwerk, das dank grossartiger Restauration im neuen, alten Glanz erhalten ist. Alle Wandflächen, die Decke und der Fussboden sind mit wunderschön bemalten Fliesen von Villeroy und Boch belegt. Da gibt es spielende Kinder, Schmetterlinge, diverse Tiere, Landschaften mit weidenden Kühen, Pflanzenornamente und vieles mehr zu entdecken. Ursprünglich wurden in diesem Geschäft sogar Kühe direkt gemolken, um ganz frische Milch verkaufen zu können. Die Gebrüder Pfund stellten als erste in Deutschland Kondensmilch her, entwickelten Kindernahrung mit Muttermilchgehalt und Milchseife für empfindliche Haut.

 

Die grosse Dampfschiff-Parade

In Dresden gibt es jeweils am 1. Mai auf der Elbe eine Dampfschiff-Parade an der die 9 historischen Schaufelraddampfer vor der Kulisse der Dresdner Altstadt elbaufwärts fahren. In Paradeformation geht es durch das Unesco-Weltkulturerbe Elbtal bis nach Pillnitz. Natürlich liessen auch wir uns dieses imposante Schauspiel nicht entgehen. Schliesslich eroberten wir uns zu Fuss die alte Innenstadt. Vorbei am Schloss, zum Taschenbergpalais, (von August dem Starken für seine Maitresse erbaut) weiter zum Zwinger und über den Theaterplatz mit der Kathedrale zur imposanten Semperoper und zur neu renovierten barocken Frauenkirche.

 

Freiberg und Seiffen

Am Freitag besuchten wir Freiberg und seinen Dom mit der Tulpenkanzel, der goldenen Pforte und der weltbekannten grossen Silbermannorgel. In unmittelbarer Nähe des Doms ist auch das Stadt- und Bergbaumuseum zu finden. Der Nachmittag war für das Spielzeugdorf Seiffen – das Herz der erzgebirgischen Volkskunst – reserviert. Ein sehr schönes Spielzeugmuseum und zahlreiche kleinere und grössere Geschäfte mit einem vielfältigen Angebot von grossen Pyramiden bis zu den Miniaturen in Streichholzschachteln, vermittelten uns eindrückliche Einblicke in diese grosse Tradition der Holzverarbeitung. Den Abend beschlossen wir mit einer gemütlichen Elberundfahrt auf einem historischen Dampfschiff, mit deftigem Nachtessen und Dixiland Livemusik.

 

Die Porzellanmanufaktur in Meissen

Der Besuch von Meissen mit seiner weltberühmten Porzellanmanufaktur – gegründet 1710 in der Albrechtsburg zu Meissen - stand am Samstag auf dem Programm. Bei einer Führung durch das neu erbaute Porzellanmuseum mit Schauwerkstätten wurde uns die Produktion der edlen Stücke vorgeführt. Wir konnten beim drehen und formen einer Tasse sowie beim bossieren einer Blüte und einer Figurengruppe zusehen und anschliessend noch eine Unterglasurmalerin und eine Aufglasurmalerin bei ihrer Arbeit beobachten. Der hohe Aufwand und die grosse Sorgfalt, die bei der Produktion dieser edlen Stücke nötig sind, hat uns sehr beeindruckt. Zum Schluss wurden wir noch mit einer Musikeinlage, gespielt auf der Meissner Porzellanorgel, beglückt.

Für das Mittagessen wurden wir auf dem Jagdschloss Moritzburg erwartet, wo uns zwei Jagdhornbläser mit einem Ständchen empfingen. Bei einem Glas Sekt hörten wir das grosse Halali und genossen den sonnigen Tag.

 

Orgel, Pauken und Trompeten in der Frauenkirche

Ein weiterer Höhepunkt dieser Reise bildete der Besuch eines Konzertes in der Frauenkirche von Dresen am Samstagabend. Das Dresdner Trompeten Consort und Matthais Grünert an der Orgel, spielten Werke von Charpentier, Bach, Mendelson, Telemann, Buxtehude, Händel, und anderen. Dank der kundigen Organisation von Hélène Stettler belegten wir beste Plätze und genossen dieses Konzert sehr. Die Ausstattung der herrlichen Kirche, die sehr gute Akustik und die professionelle Darbietung der Musiker bescherten uns ein ganz besonders eindrückliches Erlebnis. Erfüllt von vielen neuen Eindrücken traten wir am Sonntag die Heimreise an.

Wir danken unserer bewährte Reiseorganisatorin Hélène Stettler herzlich für die sehr gute Planung und Durchführung dieser gelungenen Reise und freuen uns schon auf ihr nächstes Reiseprogramm.

 

Leider erkrankte unser Präsident Sam Werder in Dresden. Er musste seine Heimfahrt um 2 bis 3 Tage verschieben. Inzwischen ist auch er wohlbehalten zurück. Wir wünschen Sam Werder von Herzen gute Besserung.

 

Alice Aeberhard