Hobby-Sammler-Club

Rückblick auf die HSC-Auffahrtsreise nach Speyer, Trier, Bonn und Rothenburg ob der Tauber vom 13.-16. Mai 2010

Auf dem Weg nach Speyer schalten wir einen Zwischenstopp ein und besuchen das Technik Museum in Sinsheim. Dann ging es weiter zu unserem Reiseausgangspunkt in der Pfalz, dem äusserst angenehm ruhig, in unmittelbarer Nähe des Kaiserdoms in Speyer gelegenen, sehr gepflegten Hotel Domhof.

Anlässlich einer Stadtführung erfuhren wir Interessantes zur grossen Geschichte der Stadt, die seit dem 7. Jh. Bischofsitz war und wo über 50 Reichstage abgehalten wurden. Die 1030-1061 im romanischen Stil erbaute Basilika wurde Ende des 11. Jh.s eingewölbt. Sehenswert war auch die grosse Hallenkrypta und die Kaisergruft, in der vier Kaiser und vier Könige ruhen. Vom einstigen Kreuzgang ist nur noch die Darstellung des Ölbergs (1502-1512) erhalten.

Die grosse Steinschüssel auf dem Domplatz wurde in früheren Zeiten beim Amtsantritt eines neuen Bischofs mit Wein gefüllt, an dem sich das Volk erlaben konnte. Im ehemaligen mittelalterlichen Judenviertel befindet sich das mit Grundwasser gespiesene Judenbad, das rituellen Kaltwaschungen diente. Das weiträumige Innere der Dreifaltigkeitskirche, eine prachtvolle barocke Saalkirche (1701-1717), wird von einer zweigeschossigen hölzernen Empore umlaufen, deren Brüstung wie auch das hölzerne Kappengewölbe üppigen Gemäldeschmuck aufweist. In Speyer befinden sich aber auch bedeutende Museen. Besonders zu erwähnen sind das Historische Museum, das Museum Wilhelmsbau und das Technik Museum.

Auf einem Ausflugsschiff kamen wir in den Genuss der lieblichen Mosel. Von Bäumen gesäumt, unterbrochen durch beschauliche Ortschaften, schlängelt sich der Fluss durch die meist mit Reben bewachsene Hügellandschaft. Von Bernkastel-Kues bis Trier muss die Steigung mittels zwei Schleusen überwunden werden. In Trier sind besonders die Porta Nigra, das Ende des 2. Jh. von den Römern erbaute, gut erhaltene Nordtor der Stadtmauer, der Hauptmarkt mit Marktkreuz (958) und der Marktbrunnen mit den bemalten Figuren (Ende 16. Jh.) sowie der in den Grundfesten aus dem 4. Jh. stammende Dom zu nennen.

Blaue Fenster im grau verhangenen Himmel verkünden Gutes. Im Verlauf des Vormittags setzt sich die Sonne durch und wir können bei sommerlich warmem Wetter in Bonn auf dem Gelände des anlässlich der Bundesgartenschau von 1979 geschaffenen Freizeitparkes in der Rheinaue den Grossen Flohmarkt geniessen. Hunderte von Anbietern präsentieren Kitsch, Trödel, Antikes, Kleinkunst, alte Kleider und Schuhe, Spielzeug und Haushaltgegenstände. Die grosse Auswahl an Imbissbuden bietet Gelegenheit, einheimische und exotische Kost in homöopatischen Dosen zu geniessen. Und wir konnten es kaum erwarten, auf der Rückfahrt die zahlreichen Trouvaillen der stolzen SammlerInnen zu bewundern.

Rothenburg ob der Tauber ist eine der am besten erhaltenen spätmittelalterlichen Städte in Deutschland. Ein geführter Stadtrundgang vermittelte uns die vollkommen intakte Stadtmauer mit ihren Toren und Türmen, die wunderschönen Bürgerhäuser mit ihren spitzen Giebeln, die Fachwerkhäuser, die vielen Brunnen, das Rathaus und seine Turmuhr mit dem Glockenspiel eine lebendige Atmosphäre des mittelalterlichen Stadtlebens. Die gotische St. Jacobskirche ist berühmt wegen des kostbaren Heilig-Blut-Altars des Holzschnitzers Tilman Riemenschneider. Vom Burggarten geniesst man einen schönen Blick auf die Tauberschleife. Im Baumeisterhaus, einem aus der Renaissance stammenden Bürgerhaus, kehren wir ein zum Mittagessen. Ein letztes Mal konnten wir von den sonntäglichen Ladenöffnungszeiten profitieren und in einem der Kuriositätenläden ein Schnäppchen machen. Nicht zuletzt dank unserem umsichtigen Carchauffeur kamen wir gesund und mit vielen neuen Eindrücken heim.

Wir freuen uns auf die nächste Reise, die bestimmt wieder zahlreiche Interessierte begeistern wird.

 

Hélène Stettler